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Rudolf Goldscheid
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Rudolf Goldscheid (1870-1931) gilt international als Begründer der Finanzsoziologie. Er war (gemeinsam mit Georg Simmel) die treibende Kraft im Gründungsprozess der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Dass er heute nahezu vergessen ist, hat vor allem zwei Ursachen: zum einen die Engführung des Faches innerhalb der etablierten Akademia, die zur dogmenhistorischen Exklusion führte; zum anderen gerieten seine Schriften in der Zeit des Nationalsozialismus auf den Index und wurden danach nicht wieder aufgelegt. Goldscheid, dem jüdischen Großbürgertum Wiens entstammend, entwickelte seine Soziologie aus der Kritik an der zeitgenössischen Deszendenztheorie und den sozialdarwinistischen Versuchen, sie auf die sich konstituierende Soziologie zu übertragen. Im Gegensatz zum heutigen Mainstream konzipierte und bezeichnete er sie bewusst als politische Soziologie (Gesellschaft aktiv gestalten), als voluntaristisch (ohne Wollen kein Handeln), evolutionär (eine Soziologie des Werdens) und normativ wertend (Max Webers Wertfreiheitspostulat hielt er für absurd); weil Soziales durch Soziales allein (das war gegen Emile Durkheim gerichtet) nicht zu erklären sei, empfand er eine Soziologie ohne Rückbezug auf Biologie, Ökonomie und Psychologie als Unding; die Sozialwissenschaften, insbesondere die Soziologie, bildeten für ihn, darin vergleichbar den Technikwissenschaften, die Brücke zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften, weil sie gleichermaßen über instrumentelle und reflexive Kompetenzen verfügen. Seinem Ansatz am nächsten kommt die Soziologie des Ferdinand Tönnies (1855-1936), die, darin der Goldscheids ähnlich, stark in westeuropäischen Denktraditionen verankert und gleichfalls psychologisch fundiert ist.

Anbieter: buecher
Stand: 01.12.2020
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Rudolf Goldscheid
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Rudolf Goldscheid (1870-1931) gilt international als Begründer der Finanzsoziologie. Er war (gemeinsam mit Georg Simmel) die treibende Kraft im Gründungsprozess der Deutschen Gesellschaft für Soziologie. Dass er heute nahezu vergessen ist, hat vor allem zwei Ursachen: zum einen die Engführung des Faches innerhalb der etablierten Akademia, die zur dogmenhistorischen Exklusion führte, zum anderen gerieten seine Schriften in der Zeit des Nationalsozialismus auf den Index und wurden danach nicht wieder aufgelegt.Goldscheid, dem jüdischen Großbürgertum Wiens entstammend, entwickelte seine Soziologie aus der Kritik an der zeitgenössischen Deszendenztheorie und den sozialdarwinistischen Versuchen, sie auf die sich konstituierende Soziologie zu übertragen. Im Gegensatz zum heutigen Mainstream konzipierte und bezeichnete er sie bewusst als politische Soziologie (Gesellschaft aktiv gestalten), als voluntaristisch (ohne Wollen kein Handeln), evolutionär (eine Soziologie des Werdens) und normativ wertend (Max Webers Wertfreiheitspostulat hielt er für absurd), weil Soziales durch Soziales allein (das war gegen Emile Durkheim gerichtet) nicht zu erklären sei, empfand er eine Soziologie ohne Rückbezug auf Biologie, Ökonomie und Psychologie als Unding, die Sozialwissenschaften, insbesondere die Soziologie, bildeten für ihn, darin vergleichbar den Technikwissenschaften, die Brücke zwischen den Geistes- und Naturwissenschaften, weil sie gleichermaßen über instrumentelle und reflexive Kompetenzen verfügen.Seinem Ansatz am nächsten kommt die Soziologie des Ferdinand Tönnies (1855-1936), die, darin der Goldscheids ähnlich, stark in westeuropäischen Denktraditionen verankert und gleichfalls psychologisch fundiert ist.

Anbieter: Dodax
Stand: 01.12.2020
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Erinnerung an traumatische Ereignisse
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Psychologie - Allgemeine Psychologie, Note: 1, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg (Psychologie), Veranstaltung: Allgemeine Gedächtnisforschung, Sprache: Deutsch, Abstract: Anhand von drei empirischen Studien, davon zwei über die Erinnerung von Konzentrationslagerüberlebenden, soll die Erinnerung an traumatische Ereignisse untersucht werden. Sie versuchen Aufschluss zu geben, ob diese Erfahrungen besser oder schlechter als andere emotionale Ereignisse erinnert werden. Ob wir ein besseres Gedächtnis aufweisen, wenn es sich um Alltagsgeschehnisse oder um einmalig auftretende Events dreht und ob es bei so emotional hoch bedeutsamen Erinnerungen auch zu Vergessen kommt oder ob uns diese Gedächtnisinhalte wirklich für immer erhalten bleiben. Insgesamt zeigen die Studien, eine Tendenz zum besseren Erinnern bei traumatischen Ereignissen, auch wenn manche Dinge vergessen werden. Hinsichtlich der Differenzierung - Routine oder einmalige Begebenheiten - konnten keine Unterschiede in der Erinnerungsleistung gefunden werden. Abschließend sollen noch einige Hinweise für den Umgang mit Betroffenen in der Praxis gegeben werden, wobei sich hier die Schreibtherapie als das Mittel der Wahl herauskristallisiert hat. Traumatische Ereignisse können sehr vielfältig sein, wie z.B. "Erleben von körperlicher und sexualisierter Gewalt, auch in der Kindheit (so genannter sexueller Missbrauch), Vergewaltigung, gewalttätige Angriffe auf die eigene Person, Entführung, Geiselnahme, Terroranschlag, Krieg, Kriegsgefangenschaft, politische Haft, Folterung, Gefangenschaft in einem Konzentrationslager, Natur- oder durch Menschen verursachte Katastrophen, Unfälle oder die Diagnose einer lebensbedrohlichen Krankheit" (ICD-10). Zeuge eines solchen Geschehnisses zu werden bedeutet in der Vorstellung vieler Leute diese schrecklichen Erinnerungen daran ein Leben lang mit sich herumtragen zu müssen, durch den kleinsten Hinweis im Alltag die schrecklichen Bilder in den Kopf zurückkehren zu lassen oder von diesen belastenden Erfahrungen in seinen Träumen verfolgt zu werden. In dieser Arbeit soll ein zusammenfassender Überblick über die Erinnerung an traumatische Ereignisse gegeben werden, anhand von drei empirischen Studien wird der aktuelle Forschungsstand präsentiert und dabei jeweils verschiedene Theorien auf diesem Gebiet betrachtet. Abschließend soll durch einen kurzen Blick in die Praxis gezeigt werden, wie Opfer solch dramatischer Begegnungen am besten mit ihren Erinnerungen umgehen und mit welcher Methode sie am erfolgreichsten therapiert werden können.

Anbieter: Dodax
Stand: 01.12.2020
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Nahrung als Ursprung des menschlichen Lebens
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Sich in einer Hausarbeit dem Thema Nahrung zu widmen, wirkt auf den ersten Blick etwas kurios, dabei ist doch Nahrung eines der wichtigsten Grundbedürfnisse des Menschen. Der Mensch investiert viel Zeit mit den Verzehr seiner Mahlzeiten während seines Lebens. Darüber hinaus ist die Zeit nicht zu vergessen, die der Mensch mit dem Betrachten von diversen Kochsendungen, dem Lesen von Koch- und Backbüchern, Diätplänen und Ernährungstabellen, der Beschaffung von Lebensmitteln, dem Backen und Kochen an sich und mit der Vorbereitung von Festmählern gestaltet. Ohne weiteres wäre diese Zusammenstellung zu ergänzen. Zudem sind Nahrung, Ernährung und die Lebensmittel- versorgung zentrale Themen in Debatten der Politik und Gesellschaft, beispielsweise in Beiträgen des Verbraucherschutzes oder Diskussionen in der Gesundheits- und Ernährungspolitik. Dies zeigt, dass der Thematik Nahrung tatsächlich Beachtung zusteht. Nahrung ist das wichtigste Grundbedürfnis des Menschen, das vor allen anderen Sehnsüchten und Miseren zu befriedigen ist. Die Verpflichtung sich jeden Tag aufs Neue Nahrung zu beschaffen, ist der Ursprung der kontinuierlichen Arbeit und jeder Form des Wirtschaftens. Max Weber war der Meinung, dass 'die Entfaltung des rationalen Wirtschaftens aus dem Schosse der instinktgebundenen reaktiven Nahrungssuche' entsprang. Die Methoden der Bedürfnisbefriedigung bleiben Indikatoren für die grundlegende Konstruktion der Gesellschaft. Der französische Autor Jean-Anthelme Brillat-Savarin beschrieb in seinem Werk 'Physiologie des Geschmacks' (1825) mit dem populären Spruch: 'Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.' die Wertigkeit der ausgewählten Nahrung. Ludwig Feuerbach griff den Gedanken auf in der Gestalt: 'Der Mensch ist, was er isst.'. Dieses Zitat wird heutzutage oftmals gebraucht 'um darauf aufmerksam zu machen, dass Nahrung in viele, ja die meisten Dimensionen menschlichen Lebens hineinwirkt: körperliche, psychische, soziale, wirtschaftliche und politische.' Der Mensch benötigt die tägliche Nahrung nicht nur für den Erhalt seiner körperlichen Physis, sondern auch für seine gesunde psychische Verfassung, denn die Befriedigung von Nahrung und Lust bilden eine Einheit. Die Tischgemeinschaft, als eine Organisation konzentriert, galt einst als Vertreter für die gesamte gesellschaftliche Ordnung, da sich in ihr das grundlegende soziale Konzept des 'integrieren und differenzieren' widerspiegelte.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.12.2020
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Erich Mühsam: Gegen das Vergessen - Ausgewählte...
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Erich Mühsam: Gegen das Vergessen - Ausgewählte Werke und Schriften . Für die eBook-Ausgabe neu editiert . Mit voll verlinktem, detailliertem Inhaltsverzeichnis . Mit einem aktuellen Vorwort (Jan/2013) Freidenker, Freiheitskämpfer, Revoluzzer. Es gibt Fotos, auf denen ähnelt der junge Erich Mühsam der Revolutions-Ikone Che Guevara. Und ähnlich konsequent und radikal war er in seinem Denken. Zwar war es Erich Mühsam durchaus nicht in die Wiege gelegt, Revoluzzer zu werden. Doch das dritte Kind des gutbürgerlichen Lübecker Apothekers Siegfried Seligmann Mühsam und dessen Frau Rosalie verspürte schon früh den Drang, gesellschaftliche Missstände aufzudecken, politische Unterdrückung anzuprangern und für wahrhafte demokratische Emanzipation zu kämpfen. In Berlin und später München wird er Zentralfigur der künstlerischen Bohème und des revolutionären antifaschistischen Freiheitskampfes, immer wieder von einem erzkonservativen vor-nationalsozialistischen Regime angeklagt und in Haft genommen. Mühsam gehört zu den Initiatoren und Anführern der Münchner Räterepublik ab dem 7. April 1919, die jedoch nur wenige Wochen Bestand hat, bis sie von Rechtsnationalen überfallen wird. Wieder wird er verhaftet. Mit der Machtergreifung der Nazis wird Widerstand vollends unmöglich. In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 - es ist die Nacht des Reichstagsbrandes - schlagen die Nazis zu und verhaften ihn in seiner Berliner Wohnung. Anderthalb Jahre später, am 10. Juli 1934, wird Erich Mühsam im KZ Oranienburg von SS-Schergen ermordet. Erich Mühsam wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem in Berlin beigesetzt. Heute sind viele Strassen und Plätze in ganz Deutschland nach ihm benannt. Diese Ausgabe erhebt nicht den Anspruch, eine Gesamtausgabe von Erich Mühsams Werk zu sein. Unsere rund 400 Buchseiten umfassende Auswahl bietet aber einen hervorragenden Querschnitt aus Mühsams literarischem und journalistischem Schaffen. Aus dem Inhalt: . Von Eisner bis Leviné - Die Entstehung der bayerischen Räterepublik, 1920 . Judas - Arbeiter-Drama in fünf Akten, 1920 . Ein Mann des Volkes (Romanmanuskript, Fragment), 1921 . Die Psychologie der Erbtante, Eine satirische Studie, 1905 . Verschiedene Stücke, zwischen 1902 und 1925, u.a.: Der Anarchisterich, 1902 Die Boheme, 1903 Die Demokraten, 1904 Die Ratte, 1905 Der Revoluzzer - Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet, 1907 Ein Gespräch bei Königsberger Klops Appell an den Geist Der Gefangene, August 1919 Das neue Deutschland, 1919 Das Volk der Denker, September 1924 . Verschiedene Stücke aus der »Vossischen Zeitung«, 1927-29, u.a.: Soll man Memoiren schreiben? Latente Talente Namen und Menschen Die zehnte Muse Wanderjahre Berliner Nachlese Schwabing Wiener Episode Pariser Eindrücke Die Gräfin Brutstätten der Münchener Kultur Rummelplätze des Geistes Der gute Richter Frank Wedekinds letzte Jahre . Aphorismen eClassica - Die Buchreihe, die Klassiker neu belebt.

Anbieter: Orell Fuessli CH
Stand: 01.12.2020
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Erich Mühsam: Gegen das Vergessen - Ausgewählte...
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Erich Mühsam: Gegen das Vergessen - Ausgewählte Werke und Schriften . Für die eBook-Ausgabe neu editiert . Mit voll verlinktem, detailliertem Inhaltsverzeichnis . Mit einem aktuellen Vorwort (Jan/2013) Freidenker, Freiheitskämpfer, Revoluzzer. Es gibt Fotos, auf denen ähnelt der junge Erich Mühsam der Revolutions-Ikone Che Guevara. Und ähnlich konsequent und radikal war er in seinem Denken. Zwar war es Erich Mühsam durchaus nicht in die Wiege gelegt, Revoluzzer zu werden. Doch das dritte Kind des gutbürgerlichen Lübecker Apothekers Siegfried Seligmann Mühsam und dessen Frau Rosalie verspürte schon früh den Drang, gesellschaftliche Missstände aufzudecken, politische Unterdrückung anzuprangern und für wahrhafte demokratische Emanzipation zu kämpfen. In Berlin und später München wird er Zentralfigur der künstlerischen Bohème und des revolutionären antifaschistischen Freiheitskampfes, immer wieder von einem erzkonservativen vor-nationalsozialistischen Regime angeklagt und in Haft genommen. Mühsam gehört zu den Initiatoren und Anführern der Münchner Räterepublik ab dem 7. April 1919, die jedoch nur wenige Wochen Bestand hat, bis sie von Rechtsnationalen überfallen wird. Wieder wird er verhaftet. Mit der Machtergreifung der Nazis wird Widerstand vollends unmöglich. In der Nacht vom 27. auf den 28. Februar 1933 - es ist die Nacht des Reichstagsbrandes - schlagen die Nazis zu und verhaften ihn in seiner Berliner Wohnung. Anderthalb Jahre später, am 10. Juli 1934, wird Erich Mühsam im KZ Oranienburg von SS-Schergen ermordet. Erich Mühsam wurde auf dem Waldfriedhof Dahlem in Berlin beigesetzt. Heute sind viele Straßen und Plätze in ganz Deutschland nach ihm benannt. Diese Ausgabe erhebt nicht den Anspruch, eine Gesamtausgabe von Erich Mühsams Werk zu sein. Unsere rund 400 Buchseiten umfassende Auswahl bietet aber einen hervorragenden Querschnitt aus Mühsams literarischem und journalistischem Schaffen. Aus dem Inhalt: . Von Eisner bis Leviné - Die Entstehung der bayerischen Räterepublik, 1920 . Judas - Arbeiter-Drama in fünf Akten, 1920 . Ein Mann des Volkes (Romanmanuskript, Fragment), 1921 . Die Psychologie der Erbtante, Eine satirische Studie, 1905 . Verschiedene Stücke, zwischen 1902 und 1925, u.a.: Der Anarchisterich, 1902 Die Boheme, 1903 Die Demokraten, 1904 Die Ratte, 1905 Der Revoluzzer - Der deutschen Sozialdemokratie gewidmet, 1907 Ein Gespräch bei Königsberger Klops Appell an den Geist Der Gefangene, August 1919 Das neue Deutschland, 1919 Das Volk der Denker, September 1924 . Verschiedene Stücke aus der »Vossischen Zeitung«, 1927-29, u.a.: Soll man Memoiren schreiben? Latente Talente Namen und Menschen Die zehnte Muse Wanderjahre Berliner Nachlese Schwabing Wiener Episode Pariser Eindrücke Die Gräfin Brutstätten der Münchener Kultur Rummelplätze des Geistes Der gute Richter Frank Wedekinds letzte Jahre . Aphorismen eClassica - Die Buchreihe, die Klassiker neu belebt.

Anbieter: Thalia AT
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Nahrung als Ursprung des menschlichen Lebens
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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Psychologie - Sozialpsychologie, Note: 1,0, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Sich in einer Hausarbeit dem Thema Nahrung zu widmen, wirkt auf den ersten Blick etwas kurios, dabei ist doch Nahrung eines der wichtigsten Grundbedürfnisse des Menschen. Der Mensch investiert viel Zeit mit den Verzehr seiner Mahlzeiten während seines Lebens. Darüber hinaus ist die Zeit nicht zu vergessen, die der Mensch mit dem Betrachten von diversen Kochsendungen, dem Lesen von Koch- und Backbüchern, Diätplänen und Ernährungstabellen, der Beschaffung von Lebensmitteln, dem Backen und Kochen an sich und mit der Vorbereitung von Festmählern gestaltet. Ohne weiteres wäre diese Zusammenstellung zu ergänzen. Zudem sind Nahrung, Ernährung und die Lebensmittel- versorgung zentrale Themen in Debatten der Politik und Gesellschaft, beispielsweise in Beiträgen des Verbraucherschutzes oder Diskussionen in der Gesundheits- und Ernährungspolitik. Dies zeigt, dass der Thematik Nahrung tatsächlich Beachtung zusteht. Nahrung ist das wichtigste Grundbedürfnis des Menschen, das vor allen anderen Sehnsüchten und Miseren zu befriedigen ist. Die Verpflichtung sich jeden Tag aufs Neue Nahrung zu beschaffen, ist der Ursprung der kontinuierlichen Arbeit und jeder Form des Wirtschaftens. Max Weber war der Meinung, dass 'die Entfaltung des rationalen Wirtschaftens aus dem Schoße der instinktgebundenen reaktiven Nahrungssuche' entsprang. Die Methoden der Bedürfnisbefriedigung bleiben Indikatoren für die grundlegende Konstruktion der Gesellschaft. Der französische Autor Jean-Anthelme Brillat-Savarin beschrieb in seinem Werk 'Physiologie des Geschmacks' (1825) mit dem populären Spruch: 'Sage mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist.' die Wertigkeit der ausgewählten Nahrung. Ludwig Feuerbach griff den Gedanken auf in der Gestalt: 'Der Mensch ist, was er isst.'. Dieses Zitat wird heutzutage oftmals gebraucht 'um darauf aufmerksam zu machen, daß Nahrung in viele, ja die meisten Dimensionen menschlichen Lebens hineinwirkt: körperliche, psychische, soziale, wirtschaftliche und politische.' Der Mensch benötigt die tägliche Nahrung nicht nur für den Erhalt seiner körperlichen Physis, sondern auch für seine gesunde psychische Verfassung, denn die Befriedigung von Nahrung und Lust bilden eine Einheit. Die Tischgemeinschaft, als eine Organisation konzentriert, galt einst als Vertreter für die gesamte gesellschaftliche Ordnung, da sich in ihr das grundlegende soziale Konzept des 'integrieren und differenzieren' widerspiegelte.

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